Jüdische Puppenkinder als Lebensbegleiter durch dunkle Jahrzehnte. Die Portraitpuppen der deutsch-jüdischen Künstlerin Edith Samuel aus den 1920er- und 1930er-Jahren

  • Julia Schweisthal Universitätsbibliothek der LMU München
Schlagworte: Edith Samuel, Puppenmacherin, jüdische Puppen, Portraitpuppen

Abstract

In diesem Beitrag wird dem Werk und Leben der Puppenmacherin Edith Samuel (1907-1964), die in den 1920er- und 1930er-Jahren in Essen ihre ersten „Portraitpuppen“ entwickelte, nachgespürt. Die künstlerische Neigung der jungen jüdischen Puppenmacherin, deren Puppen als „Alltagspuppen“ und „jüdische Puppen“ bekannt wurden, fiel früh auf. Auch wenn Edith Samuel nach ihrer Emigration nach Palästina eine zweite erfolgreiche Karriere als Puppenmacherin gelang, soll hier das frühe Werk gewürdigt und als ein Zeichen gegen das Vergessen einer ‚Generation‘ von ungewöhnlichen und identitätsstiftenden jüdischen „Portraitpuppen“ und ihrer Bedeutung als animierbare Gefährten in Zeiten von lebensbedrohlicher Verfolgung gedeutet werden.

Autor/innen-Biografie

Julia Schweisthal, Universitätsbibliothek der LMU München

Erstes Staatsexamen gymnasiales Lehramt Deutsch/Geschichte/Sozialkunde; Doktorandin am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU München zu deutsch-jüdischer Kinderkultur, Arbeitstitel: „‚Wie lehrt und lernt man Judentum?‘ Narrative deutsch-jüdischer Kindheit der 1920er und 30er Jahre in Text-, Bild- und Spielmedien“ (geplanter Abschluss 2021; die Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken Edith Samuels erfolgte im Rahmen dieses Dissertationsprojekts); Direktionsreferentin an der Universitätsbibliothek der LMU München.

Veröffentlicht
2021-09-16
Zitationsvorschlag
SCHWEISTHAL, J. Jüdische Puppenkinder als Lebensbegleiter durch dunkle Jahrzehnte. Die Portraitpuppen der deutsch-jüdischen Künstlerin Edith Samuel aus den 1920er- und 1930er-Jahren. denkste: puppe - multidisziplinäre zeitschrift für mensch-puppen-diskurse, v. 4, n. 1, p. 33-41, 16 Sep. 2021.