Von Briefen, die es nicht (mehr) gibt: Franz Kafka und die Puppe

  • Dr. phil. Magali Nieradka-Steiner Universität Heidelberg
Schlagworte: Franz Kafka, Dora Diamant, Puppenbriefe, Verlust, Reise

Abstract

Briefe einer Puppe – verfasst von Franz Kafka als Trost für ein Mädchen, das seine Puppe in einem Berliner Park verloren hat und weint? Diese von Kafkas letzter Lebensgefährtin Dora Diamant mündlich überlieferte Episode aus der gemeinsam verbrachten Zeit in Berlin kurz vor seinem Tod erweist sich – trotz oder wegen ihres unklaren Wahrheitsgehalts – als Quelle literarisch-poetischer Inspiration für Schriftsteller:innen über einen Zeitraum von mehr als sechzig Jahren. Der Beitrag geht diesem Phänomen und damit der literarischen Resonanz auf einen ‚ganz anderen‘ Kafka in zahlreichen dieser Texte nach.

Autor/innen-Biografie

Dr. phil. Magali Nieradka-Steiner, Universität Heidelberg

Dr. phil.; Studium der Germanistik und Romanistik in Heidelberg. 2005-2009 Lektorin des DAAD in Nizza (Frankreich). 2009 Promotion in Heidelberg zu Sanary-sur-Mer als Ort des literarischen Exils. Akademische Mitarbeiterin für Französisch an der Universität Heidelberg und Lehrbeauftragte für Literaturwissenschaft an der Universität Mannheim. Gastdozenturen und Forschungsaufenthalte in Los Angeles (USA), Prag (Tschechien), Shah Alam (Malaysia) und Tomsk (Russland). Autorin von zahlreichen Monographien und Aufsätzen zum Exil, zu deutsch-französischen Themen und zur Kulturgeschichte des Spielzeugs. Habilitation zur Literaturgeschichte der Puppe in Mannheim (in Arbeit).

Veröffentlicht
2021-09-16
Zitationsvorschlag
NIERADKA-STEINER, M. Von Briefen, die es nicht (mehr) gibt: Franz Kafka und die Puppe. denkste: puppe - multidisziplinäre zeitschrift für mensch-puppen-diskurse, v. 4, n. 1, p. 52-58, 16 Sep. 2021.