Der Meister und die Puppen. Kurt Weiler und seine Konzeption vom Animationsfilm

  • Volker Petzold
Schlagworte: Puppen im Film, Animation, Märchen, Puppengestaltung und Szenenbild

Abstract

Der Animationsfilmregisseur Kurt Weiler (1921-2016) veröffentlichte 1954 einige Auffassungen zum Puppentrickfilm, die für ihn ein Lebensprogramm darstellten. Dabei hob er vor allem Stilisierung und Typisierung der Puppe sowie Abstraktion und Verdichtung in der Gestaltung hervor. Die Puppe dürfe auf keinen Fall mit dem Menschen konkurrieren und der Puppentrickfilm solle nicht als Miniaturform des Spielfilms fungieren. Vorgeschichte und Folgen dieser Grundsätze, die Weiler zwischen 1960 und 1970 in seinen Filmen verwirklichte, werden im vorliegenden Beitrag skizziert.

Autor/innen-Biografie

Volker Petzold

Dr. oec. Studium der Chemie und Betriebswirtschaft an der Technischen Hochschule Merseburg sowie Philosophie/Ästhetik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 1976 bis 1984 wissenschaftlicher Assistent an der Ingenieurhochschule Köthen, danach fest angestellt beim Bundessekretariat des Kulturbundes Berlin und für Filmklubarbeit zuständig. 1991 Tätigkeit als stellv. Chefredakteur im Deutschen Fernsehfunk. Seit 1993 freiberufliche Publikations- und Projektarbeit, u. a. beim FilmFestival Cottbus und beim Filmfestival für Kinder und junges Publikum SCHLINGEL Chemnitz. Diverse Veröffentlichungen, u. a. zur Geschichte der Filmklub-Bewegung der DDR, zur Geschichte des Fernseh-Sandmännchens in Ost und West und zum Animationsfilm. Seit 2016 Vorstandsmitglied des DIAF e.V. Dresden (Deutsches Institut für Animationsfilm).

Veröffentlicht
2019-09-02
Zitationsvorschlag
PETZOLD, V. Der Meister und die Puppen. Kurt Weiler und seine Konzeption vom Animationsfilm. denkste: puppe - multidisziplinäre zeitschrift für mensch-puppen-diskurse, v. 2, n. 1, p. 107-115, 2 Sep. 2019.