Friedrich Nietzsche, Else Lasker-Schüler und die Spielpuppe Johanna – Ein Spiel mit Fiktionen

  • Magali Nieradka-Steiner Universität Heidelberg
Schlagworte: Else Lasker-Schüler, Friedrich Nietzsche, Elisabeth Förster- Nietzsche, Puppe, Fakten und Fiktionen

Abstract

Ein großer Philosoph, der in seiner Kindheit ein leidenschaftlicher Puppenvater und Puppenretter war und für sein Puppenkind sogar durchs Feuer ging – dieses Bild des Philosophen Friedrich Nietzsche als Kind entwirft die Dichterin Else Lasker-Schüler in ihrem kurzen Prosatext Der kleine Friedrich Nietzsche. Erzählt wird eine Kindheitsepisode des Philosophen als ‚Retter einer Puppe aus dem Feuer‘ im Kontext einer Anekdote mit vorgeblichem Wahrheitsanspruch. Die Suche nach biographischen Quellen dieser Episode bleibt allerdings vergeblich. So verweist der Text von Else Lasker-Schüler eher auf ihre Verehrung für Nietzsche und auf ihre Lust am Spiel mit Assoziationen als auf eine heimliche Puppenleidenschaft des Philosophen als Kind.

Autor/innen-Biografie

Magali Nieradka-Steiner, Universität Heidelberg

Dr. phil.; Studium der Germanistik und Romanistik in Heidelberg. 2005-2009 Lektorin des DAAD in Nizza (Frankreich). 2009 Promotion in Heidelberg zu Sanary-sur-Mer als Ort des literarischen Exils. Akademische Mitarbeiterin für Französisch an der Universität Heidelberg und Lehrbeauftragte für Literaturwissenschaft an der Universität Mannheim. Gastdozenturen und Forschungsaufenthalte in Los Angeles (USA), Prag (Tschechien), Shah Alam (Malaysia) und Tomsk (Russland). Autorin von zahlreichen Monographien und Aufsätzen zum Exil, zu deutsch-französischen Themen und zur Kulturgeschichte des Spielzeugs. Habilitation zur Literaturgeschichte der Puppe in Mannheim (in Arbeit).

Veröffentlicht
2019-09-02
Zitationsvorschlag
NIERADKA-STEINER, M. Friedrich Nietzsche, Else Lasker-Schüler und die Spielpuppe Johanna – Ein Spiel mit Fiktionen. denkste: puppe - multidisziplinäre zeitschrift für mensch-puppen-diskurse, v. 2, n. 1, p. 133-136, 2 Sep. 2019.