Viriles Puppenspiel – Beziehungen und Projektionen

  • Anna-Dorothea Ludewig Universität Potsdam
Schlagworte: Pygmalion, Projektion, Gefährtin, Körper, Erotik

Abstract

In der Kulturgeschichte nimmt die (weibliche) Puppe einen besonderen Platz ein, gibt sie doch Auskunft und Aufschluss über (männliche) Phantasien, über eine (auch pathologische) Verschmelzung von Erotik und Macht. Pygmalions mit göttlicher Unterstützung belebte Statue, die ihm sprach- und auch sonst anspruchslos zu Willen war, blieb über Jahrhunderte hinweg eine Inspirationsquelle für fiktionale und reale Nachahmer. Im Mittelpunkt steht dabei die Beziehung zwischen Künstler und Puppe und damit die Puppe als Muse, als vollkommene Projektionsfläche, in der sich der Künstler spiegeln und reflektieren kann. Diesen Überlegungen wird anhand verschiedener Beispiele nachgegangen, dabei werden sowohl biographische Aspekte als auch literarische Präsentationen der ‚Puppen-Liebe‘ miteinbezogen.

Autor/innen-Biografie

Anna-Dorothea Ludewig, Universität Potsdam

PD Dr. phil., ist Literaturwissenschaftlerin am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam (seit 2007); von 2017 bis 2019 war sie Postdoc an der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropaforschung an der Universität Regensburg; 2019/20 Miller Visiting Fellow am Research Centre for German & Austrian Exile Studies (IMLR/University of London) und 2016 Visiting Scholar am Dartmouth College (New Hampshire/USA). Sie ist Lehrbeauftragte an der Universität der Bundeswehr München und Redaktionsmitglied der Online-Zeitschrift MEDAON – Magazin für Jüdisches Leben in Forschung Bildung. Forschungsschwerpunkte: europäisch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts; Geschlechtergeschichte; Prager deutsche Literaturen; populäre Literaturen.

Veröffentlicht
2021-09-16
Zitationsvorschlag
LUDEWIG, A.-D. Viriles Puppenspiel – Beziehungen und Projektionen. denkste: puppe - multidisziplinäre zeitschrift für mensch-puppen-diskurse, v. 4, n. 1, p. 118-125, 16 Sep. 2021.