»A film star in his own right« – Marlene Dietrichs Puppen als Requisiten, Talisman und Fetisch

  • Lin Cheng Guangdong University of Foreign Studies

Abstract

In der Deutschen Kinemathek zieht eine ‚Chinesenpuppe‘ von Marlene Dietrich die Aufmerksamkeit vieler Besucher auf sich. Was verbindet Marlene Dietrich mit dieser Puppe, die sich nicht wesentlich von einer Kinderpuppe unterscheidet? Die enge Beziehung zwischen ihr und ihren Puppen ist ein Phänomen, aus dem die Diva nie ein Geheimnis gemacht hat: Bereits 1931 durfte eine Filmzeitschrift sie mit ihren Puppen ablichten. Es gibt Fotos, auf denen nur die ‚berühmten‘ Beine der Künstlerin mit einer ihrer Puppen zu sehen sind. Für sie waren diese Puppen weit mehr als nur Requisiten für Porträtaufnahmen. Im Folgenden wird die Rolle der Puppen im Film und im Privaten betrachtet und diese enge Mensch-Puppenbeziehung zwischen einer erwachsenen Frau und ihren Puppen im historischen Kontext skizziert.

Autor/innen-Biografie

Lin Cheng, Guangdong University of Foreign Studies

1986 geboren in Shandong (China), hat in Qingdao Beijing (Peking) und Tübingen Germanistik und Deutsche Literatur studiert. Seit 2013 arbeitete er an seiner Dissertation zum Thema Das Unheimliche der Puppe in der deutschen Literatur um 1800 und 1900 und promovierte 2017 an der Freien Universität Berlin. Seit Januar 2018 arbeitet er als Yunshan Young Scholar an der Guangdong University of Foreign Studies. Seine Forschungsschwerpunkte sind literarische Phantastik, Künstliche Menschen (vor allem Puppen und Roboter) in Literatur/Film sowie die wechselseitige Beeinflussung der deutschen und chinesischen Literatur/Kultur.

Veröffentlicht
2018-05-17
Zitationsvorschlag
CHENG, L. »A film star in his own right« – Marlene Dietrichs Puppen als Requisiten, Talisman und Fetisch. denkste: puppe - multidisziplinäre zeitschrift für mensch-puppen-diskurse, v. 1, n. 1, p. 121-126, 17 Mai 2018.