Spielzeugpuppen und Puppenspielzeug aus Papier – Puppenminiaturen des 19. Jahrhunderts

  • Sebastian Schmideler Universität Leipzig
Schlagworte: Kinderbuch, 19. Jahrhundert, Puppenspielzeug, Spielzeugpuppen, Papierwaren

Abstract

Der Artikel beschreibt Bedeutung und Funktion des spielbegleitenden und spielerzeugenden Papierobjekts für die mädchenspezifische Puppenkultur des 19. Jahrhunderts. Im Fokus steht Puppenspielzeug aus Papier in der Form von puppenbezogenen Papierobjekten als Teil der Kinderbuchproduktion: Mädchenpuppengeschichte, Puppenmemoiren, Bastel-, Rezept- und Spielbücher sowie Puppenhäuser aus Papier in Buchform (Steckbilderbuch und Leporello als Aufstellbilderbuch mit Kulissenelementen). Außerdem wird die Bedeutung von Spielzeugpuppen als Teil der Papierkultur des 19. Jahrhunderts dargestellt. Im Ergebnis zeigt sich, dass diese Papierobjekte als Modelle der Miniaturisierung die Aufgabe hatten, durch Anschauung, Vergegenständ-lichung und Konkretisation von Spielsituationen ein Spannungsfeld von attraktiven Lernchancen und Unterhaltungsangeboten für Kinder des 19. Jahrhunderts zu bieten.

Autor/innen-Biografie

Sebastian Schmideler, Universität Leipzig

Dr. phil., wissenschaftlicher Mitarbeiter für Kinder- und Jugendliteratur und Literaturdidaktik an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Forschungsschwerpunkt: Geschichte und Theorie der Kinder- und Jugendliteratur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Veröffentlicht
2019-09-02
Zitationsvorschlag
SCHMIDELER, S. Spielzeugpuppen und Puppenspielzeug aus Papier – Puppenminiaturen des 19. Jahrhunderts. denkste: puppe - multidisziplinäre zeitschrift für mensch-puppen-diskurse, v. 2, n. 1, p. 43-54, 2 Sep. 2019.