Louisa Clements ‚Puppen‘.

Reproduzierte Körper zwischen Virtualität und Realität

  • Nina-Marie Schüchter Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Schlagworte: Körper, Digitalität, Digitale Bildwelten, Sexpuppe, weibliche Körper, Soziale Medien, Avatar, Gender, künstliche Intelligenz, Haut

Abstract

In Louisa Clements Arbeiten taucht die Puppe in unterschiedlichen Erscheinungsweisen immer wieder als zentrales Motiv für die Befragung des menschlichen Körpers in digitalen Kontexten auf – als Künstliche Intelligenz-bestückte Sexpuppe, bonbonfarbener Avatar oder abfotografierte (Schaufenster-)Puppe. Fragmentiert, anonymisiert und nahezu entmenschlicht treten Puppen, Avatare oder scheinbar naturgetreue Reproduktionendes Künstlerinnenkörpers den Betrachtenden im Ausstellungsraum in zweioder dreidimensionaler Form entgegen. Die Absenz des physischen Körpers, die in den Puppen als Stellvertreterinnen angedeutet wird, führt dabei zu einem spannungsreichen Wechselspiel zwischen Virtualität und Realität.

Autor/innen-Biografie

Nina-Marie Schüchter, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

M.A.; Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Kunst- und Designwissenschaft in Düsseldorf, Basel und Essen; wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, dort zurzeit Promotion zum Phänomen der Wunderkammer in der zeitgenössischen Kunst. Forschungsschwerpunkte sind Kunst- und Wunderkammern, das Sammeln als künstlerische Praxis, Kunst und Anthropozän, Puppen(-diskurse) in der Kunst, Künstlerinnen in Moderne und Gegenwart und Feministische Kunstgeschichte.

Veröffentlicht
2022-10-17
Zitationsvorschlag
SCHÜCHTER, N.-M. Louisa Clements ‚Puppen‘.: Reproduzierte Körper zwischen Virtualität und Realität. denkste: puppe - multidisziplinäre zeitschrift für mensch-puppen-diskurse, v. 5, n. 1, p. 78-87, 17 Okt. 2022.